Humanistische Hypnose

Humanistisch

Der Humanismus beschäftigt sich mit dem Menschen und seinem Streben danach, die in ihm liegenden inneren Potenziale zu entfalten. Auch in der Psychologie haben sich führende Köpfe, darunter Abraham Maslow und Carl Rogers, mit dem Gedanken des Humanismus beschäftigt und ihn in die Psychologie integriert.

Wir Menschen wollen uns selbst verwirklichen. Das Potenzial dazu liegt bereits vollständig in uns und unserem Unbewussten. Im Laufe unserer Entwicklung entfalten wir es Schritt für Schritt.

Erich Fromm formuliert den Gedanken des Humanismus ganz ähnlich, wie wir ihn verstehen: „Haben wir aber mit dem ganzen Menschen in uns Kontakt (in Hypnose), dann gibt es nichts Fremdes mehr. Es gibt kein Verurteilen anderer mehr aus einem Gefühl der eigenen Überlegenheit.“

Hypnose

Die Hypnose ist für uns ein Werkzeug, das es uns ermöglicht, unser Gehirn höchst effektiv zu nutzen. Dabei verstehen wir hypnotische Prozesse und Trancezustände aus rein wissenschaftlicher Perspektive, vor dem Hintergrund von Psychologie und Gehirnforschung.

Grundsätzlich verstehen wir alle hypnotischen Prozesse als selbsthypnotisch und selbstorganisatorisch. Wobei es natürlich durchaus gruppenpsychologische Effekte gibt. Dennoch: Entscheidungen werden nicht von außen, durch den Hypnotiseur, getroffen, sondern eigenständig durch die Person, die sich in der Trance befindet – wenn auch diese Entscheidungen wohl durch das Unbewusste gefällt werden, und nicht durch den bewussten Verstand.

Suggestionen als Machtmittel, „Energieflüsse“ oder esoterisches Denken haben in unserer Form der Hypnose keinen Raum. Bestenfalls sehen wir diese als selbsterfüllende Prophezeihungen.

Humanistische Hypnose

In der Humanistischen Hypnose reduzieren wir folgerichtig alle Hypnose-Techniken auf das Nötigste – ohne Show-Effekte, ohne Hilfsmittel.

Gleichzeitig liegt dieser Hypnose eine klare Struktur zugrunde, ein Theoriegebäude, das die Bereiche Coaching und Therapie klar abgrenzbar macht. Diese Struktur sieht jeden Menschen in seiner eigenen Komplexität und in seinen komplexen Systemen als einzig kompetenten Fachmann für sein Leben an. Ein Trainer, Coach oder Therapeut bringt lediglich sein technisches und Erfahrungswissen in den Prozess für den Klienten ein. Doch das Ziel ist immer, die eigenständige Handlungsfähigkeit des Klienten bzw. Patienten (wieder) herzustellen.

Ursprünge

Die Humanistische Hypnose ist keine komplette Neuerfindung. Vielmehr basiert sie auf Jahrtausende altem Erfahrungswissen und zahlreichen, immer weiter entwickelten Techniken. Von den Schamanen der Steinzeit über die klassische Hypnose bis hin zur Humanistischen Hypnose war es ein langer Weg.

Grundsätze

Wie jede Denkrichtung fußt auch die Humanistische Hypnose auf bestimmten Grundsätzen. Diese Grundsätze leiten uns in unserer Arbeit und in unserem Denken und bilden das Rückgrat der Humanistischen Hypnose.

Forschung

Die Hypnose ist so alt wie das menschliche Gehirn selbst. Echte, fundierte Erkenntnisse über das, was sich dabei im Gehirn abspielt, gewinnt die Wissenschaft aber erst seit wenigen Jahrzehnten.